Mythos „blutige Steaks“
Handelt es sich bei der roten Flüssigkeit die nach dem Garprozess eines Steak austritt wirklich um Blut?
Die meisten Steak-Fans bestellen ihr Steak meist Medium-rare, wenn nicht sogar „blutig“.
Aber ist es Blut oder doch etwas ganz anderes?
Es ist kein Blut!
Tatsächlich enthält das Fleisch überhaupt kein Blut. Bei der Schlachtung wird nämlich dafür gesorgt, dass das Tier ausblutet. Blut ist der Nährboden für Bakterien, die das Fleisch schnell verderben und keine Reifung möglich machen.
Bei der ausgetretenen rötlichen Flüssigkeit handelt es sich hingegen um das sogenannte Myoglobin und sonstige Nährstoffe die in Wasser gelöst sind. Myoglobin ist ein Protein, das für den Sauerstoff-Transport im Körper zuständig ist, ähnlich dem Hämoglobin in den roten Blutkörperchen. Wenn die Flüssigkeit durch den Garprozess verdampft, weicht die rötliche Färbung einem Braunton. Dieser Effekt wird auch Millard-Reaktion genannt.
Ps. Tritt besonders viel Fleischsaft aus, ist das meist ein Zeichen für Fleisch aus industrieller Massentierhaltung oder nicht fachgerechter Reifung.
